
Prime Day für Amazon FBA vorbereiten: 5 Schritte

Am Prime Day kann dein Produkt deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen. Gleichzeitig konkurrierst du mit vielen Angeboten, deshalb bringen hohe Rabatte oder mehr Werbebudget allein keine guten Ergebnisse.
Ich bereite meine Produkte zuerst auf Marge, Bestand, PPC und Listing vor. So bleibt der Prime Day ein Verkaufsevent, das nicht nur Umsatz erzeugt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll bleibt.

Die Angebotsstrategie an der Marge ausrichten
Vor jeder Prime-Day-Aktion prüfe ich, welchen Rabatt mein Produkt überhaupt tragen kann. Eine starke Sichtbarkeit bringt wenig, wenn nach Rabatt und Werbekosten kein Gewinn mehr übrig bleibt.
Break-even ist selten ein gutes Prime-Day-Ziel
Hat ein Produkt nur eine geringe Marge, kann ein offizielles Prime-Day-Angebot schnell zur Nullnummer werden. Kommen PPC-Kosten dazu, rutscht der Verkauf ins Minus.
Ich halte es für wenig sinnvoll, für ein Sales-Event bewusst Verluste oder Break-even in Kauf zu nehmen. Zwei Ausnahmen gibt es: Wenn zu viel Ware im Bestand liegt oder wenn du ein Produkt gezielt abverkaufen willst. Der hohe Prime-Day-Traffic kann den Abverkauf dann deutlich beschleunigen.
Der Prime Day ist kein Grund, Umsatz um jeden Preis zu kaufen. Ein Verlust kann nur passen, wenn der Bestandsabbau das klare Ziel ist.
Drei Angebotsformen stehen zur Auswahl
Amazon bietet mehrere Wege, ein Produkt während des Prime Days attraktiver zu machen. Welche Variante passt, hängt direkt von deiner Marge ab.
Ein Prime-exklusiver Rabatt kann viel Traffic bringen, weil dein Produkt auf Deal-Seiten auftauchen kann. Deshalb nutze ich ihn nur bei Produkten, deren Kalkulation diesen Schritt sauber abfedert.
Reicht die Marge nicht für einen starken Rabatt, setze ich bei meinen Produkten eher einen normalen Angebotspreis für die Prime-Day-Tage. Das Angebot bleibt für Kunden sichtbar attraktiv, während die Marge nicht vollständig verschwindet. Einen Coupon sehe ich eher als Ergänzung, nicht als erste Wahl.
Den Preisverlauf vor dem Angebot prüfen
Der bekannte Versuch, den Preis kurz vor dem Prime Day stark zu erhöhen und danach als großen Rabatt auszugeben, funktioniert nicht. Amazon orientiert sich bei der Berechnung an einem Durchschnittspreis aus dem vorherigen Preisverlauf.
Ich prüfe deshalb vor der Angebotsplanung, welche Preise in der Vergangenheit aktiv waren und ob bereits andere Aktionen gelaufen sind. Frühere Rabatte können den Durchschnitt beeinflussen. Dadurch kann der erforderliche Abschlag anders ausfallen, als du zunächst erwartest.

PPC-Budgets erhöhen, Gebote nicht pauschal anheben
Am Prime Day kommt mehr Traffic auf Amazon. Deshalb sollten deine PPC-Kampagnen genug Budget haben, um nicht frühzeitig zu stoppen.
Mehr Budget schafft Raum für zusätzlichen Traffic
Ich erhöhe vor dem Prime Day die Tagesbudgets meiner Kampagnen deutlich. Bei einer sehr speziellen Nische kann eine moderate Anpassung reichen. Verkaufst du in einer stark nachgefragten Kategorie wie Technik oder häufig gekauften Haushaltsartikeln, kann der Budgetbedarf deutlich höher liegen.
Entscheidend ist, dass deine Werbung nicht bereits früh am Tag ausläuft. Sonst verschenkst du Sichtbarkeit in einem Zeitraum, in dem besonders viele Kunden Angebote vergleichen.
Höhere Gebote machen Kampagnen schnell teurer
Mehr Budget bedeutet nicht automatisch höhere Gebote. Ich erhöhe Gebote nicht pauschal, weil die Kampagnen dadurch deutlich unprofitabler werden können.
Am Prime Day steigt der Traffic, aber die Conversion Rate kann dennoch schlechter ausfallen als an normalen Tagen. Viele Kunden klicken sich durch verschiedene Angebote, vergleichen Preise und wechseln schnell zum nächsten Produkt. Ein Teil der Besucher sucht das beste Schnäppchen, nicht dein Produkt im Besonderen.
Prime-Day-Traffic bringt mehr Besucher, aber nicht jeder Klick hat dieselbe Kaufabsicht wie an einem normalen Verkaufstag.
Eine Ausnahme kann ein neuer Launch sein, bei dem du mit einem bestimmten Produkt schnell weiter oben ranken willst. Auch dann prüfe ich sehr genau, ob die höheren Werbekosten zur Strategie passen.
Kampagnen am Vortag vorbereiten und eng begleiten
Die Anpassungen sollten vor dem Start des Prime Days stehen. Danach reicht es aber nicht, die Kampagnen einfach laufen zu lassen.
Ich prüfe während des Events regelmäßig, wie viele Verkäufe entstehen, wie hoch die Ausgaben sind und ob das Budget bereits ausgeschöpft ist. Läuft eine Kampagne profitabel, erreicht aber früh ihr Limit, erhöhe ich das Budget erneut. Für die Prime-Day-Tage solltest du deshalb erreichbar bleiben und zeitnah reagieren können.
An einer PPC-Struktur, die bereits gut funktioniert, ändere ich für den Prime Day nicht grundlos alles. Besteht bisher nur ein kleines Kampagnen-Setup, sollte zumindest eine solide Basis stehen. Für das Zusammenspiel aus Werbekosten, Conversion und Retargeting ist eine Amazon PPC Agentur für profitable Kampagnen eine passende Ergänzung.
Lagerbestand für mehr Verkäufe absichern
Ein häufiger Fehler in der Prime-Day-Vorbereitung ist ein zu niedriger Lagerbestand bei Amazon. Der zusätzliche Traffic kann den Absatz deutlich erhöhen. Damit steigt auch die Zahl der verkauften Einheiten schneller als an normalen Tagen.
Ein Ausverkauf am ersten Tag kostet Umsatz
Das schlechteste Szenario ist, dass dein Produkt bereits am ersten Prime-Day-Tag ausverkauft ist. Dann kannst du den zusätzlichen Traffic am restlichen Event nicht mehr nutzen.
Ich prüfe deshalb frühzeitig, wie viel Ware bei Amazon liegt und ob weitere Einheiten noch ins Lager geliefert werden können. Gerade bei einem starken Angebot kann sich der Bestand wesentlich schneller abbauen als geplant.
Verkaufsdaten aus früheren Events nutzen
Wenn du ein Produkt schon länger verkaufst, hast du einen klaren Vorteil. Deine Verkaufshistorie zeigt dir, wie das Produkt in den vergangenen Monaten und bei früheren Prime Days gelaufen ist.
Diese Daten helfen mir bei der Planung von Bestellmengen sowie FBA-Lieferungen. Bei neuen Produkten fehlt diese Grundlage, deshalb ist die Bestandsplanung dort schwieriger. Trotzdem solltest du vermeiden, mit einem zu knappen Bestand in das Event zu starten.
Listing und Bewertungen vor dem Prime Day verbessern
Der Preis ist am Prime Day ein starkes Kaufargument. Trotzdem kauft niemand ein Produkt, dessen Nutzen nicht verständlich wird oder dessen Listing im Vergleich nicht überzeugt.
Das Hauptbild muss zwischen Angeboten auffallen
Das Titelbild ist oft der erste Kontakt mit deinem Produkt. Neben Preis, Deal-Hinweisen und Prime-Day-Kennzeichnungen braucht es deshalb ein Hauptbild, das sofort Aufmerksamkeit erzeugt.
Ich habe bei Kunden immer wieder gesehen, wie stark auffällige Hauptbilder die Wahrnehmung eines Angebots verbessern können. Ein überzeugendes Bild kann dazu führen, dass Nutzer auf dein Angebot klicken, obwohl sie viele ähnliche Produkte sehen.
Für die Prime-Day-Performance müssen Preis, Titelbild, Titel, Bewertungen und Aktion zusammenspielen. Wie diese Elemente auf Klickrate und Kaufentscheidung wirken, zeigt auch der Beitrag zu Amazon-Produktbildern für höhere Conversion.
Nach dem Klick muss das Listing überzeugen
Der Klick auf dein Angebot reicht nicht aus. Danach müssen die weiteren Produktbilder, EBC und das Produktvideo den Mehrwert klar vermitteln.
Ich achte dabei darauf, dass Kunden direkt verstehen, was das Produkt kann und weshalb sie genau dieses Angebot kaufen sollten. Gerade am Prime Day ist der Vergleich mit anderen Listings besonders intensiv. Schwache Bilder oder eine unklare Darstellung kosten dann schnell Bestellungen.
Ein Listing braucht mehr als schöne Gestaltung. Die Bilder sollen den Nutzen zeigen, Einwände beantworten und die Kaufentscheidung erleichtern. Für eine klare Darstellung von Produktvorteilen helfen auch Hinweise dazu, wie sich verkaufsstarke Amazon-Listings gestalten lassen.
Kleine Verbesserungen bei Bewertungen können zählen
Auch der Bewertungsdurchschnitt hat Einfluss auf die Conversion. Liegt ein Produkt knapp unter einer sichtbaren Bewertungsstufe, können wenige zusätzliche Bewertungen den dargestellten Sternedurchschnitt verbessern.
Ich prüfe vor dem Prime Day deshalb, ob sich die Bewertung noch auf zulässige Weise verbessern lässt. Im Video nenne ich dafür Briefe und besondere Aktionen. Der Zeitpunkt zählt: Wenn du den Bewertungsdurchschnitt vor dem Event anhebst, kann dein Angebot während des zusätzlichen Traffics überzeugender wirken.
Retargeting nach dem Prime Day vorbereiten
Der Prime Day endet nach den Event-Tagen, aber der Effekt auf dein Produkt kann länger anhalten. Viele Besucher sehen dein Angebot, kaufen jedoch nicht sofort.
Unentschlossene Besucher erneut ansprechen
Gerade bei höherpreisigen Produkten kann Retargeting sinnvoll sein. Käufer brauchen bei solchen Artikeln oft mehr Zeit für ihre Entscheidung, obwohl sie das Angebot bereits gesehen haben.
Ich setze Retargeting-Kampagnen deshalb vor dem Prime Day auf. Die vielen Produktseitenbesucher lassen sich in den folgenden Tagen und Wochen erneut ansprechen. Wer beim ersten Besuch noch unsicher war, kann sich nach wiederholtem Kontakt später doch für das Produkt entscheiden.
Das Retargeting ergänzt das PPC-Basis-Setup
Retargeting ersetzt keine bestehende PPC-Struktur. Die Basis aus funktionierenden Kampagnen sollte bereits stehen. Danach ergänzt Retargeting die Prime-Day-Vorbereitung, weil du den starken Besucheranstieg auch über die eigentlichen Aktionstage hinaus nutzen kannst.
Der Prime Day kann dadurch mehr auslösen als direkte Bestellungen während des Events. Ich behandle ihn auch als Chance, eine größere Zielgruppe für die Zeit danach aufzubauen.
Die Vorbereitung in fünf Schritten bündeln
Für meine Prime-Day-Vorbereitung gehe ich diese Punkte in einer festen Reihenfolge durch:
- Ich prüfe Marge, Angebotsform und Preisverlauf.
- Ich erhöhe PPC-Budgets und lasse Gebote nicht automatisch steigen.
- Ich sichere ausreichend FBA-Bestand bei Amazon.
- Ich optimiere Hauptbild, Produktbilder, EBC, Video sowie Bewertungen.
- Ich richte Retargeting für die Besucher nach dem Prime Day ein.
Als Arbeitsvorlage kannst du den kostenlosen Prime-Day-Guide herunterladen, kopieren und für kommende Prime Days wiederverwenden.
Mit Marge, Bestand und Listing in den Prime Day starten
Der Prime Day funktioniert am besten, wenn Angebot, Werbung, Bestand und Produktdarstellung zusammenpassen. Ich setze bei meinen Produkten deshalb nicht auf einen maximalen Rabatt, sondern auf eine Kalkulation, die auch nach Werbekosten noch Sinn ergibt.
Mehr Traffic lohnt sich nur, wenn dein Produkt verfügbar bleibt und dein Listing überzeugt. Dann kann der Prime Day auch in den Wochen danach durch Retargeting weitere Verkäufe bringen.
Häufige Fragen zur Prime-Day-Vorbereitung




